Dein Körper baut so langsam ab,
am Oberarm der Muskel schlapp.
Die Falten im Gesicht vermehrt,
und auch das Laufen ist erschwert.
Dein Blick wird trüb dein Ohr ganz schwach
und nachts liegst du im Bette wach.
Die Waage ist bestimmt defekt
und täglich wird neu abgespeckt.
Doch wende einfach mal den Blick,
schau liebevoll auf dich zurück.
Die Falten haben viel zu sagen,
von dem, was du bisher getragen.
Die Augen haben viel geseh’n,
das eine schlimm, das andre schön.
Und auch die Ohren stehts gehört,
Was wohl tut und auch das, was stört.
Sogar der Speck am Bauch spricht Bände,
Vom Backen, deiner fleiß’gen Hände.
Die Gastfreundschaft, die du gegeben,
erfreute vieler Nachbarn Leben.
Du gingst so manchen extra Schritt,
bei denen, die es brauchten mit.
Das machte müde, Füße platt
und dich und deinen Körper matt.
Sie alle zeugen von dem Wesen,
das du bis hierher bist gewesen.
Drum sei barmherzig mit dir selbst,
wenn du dich vor den Spiegel stellst.
aduk




