Welt um mich herum

In der Hand des Vaters

Was ist es, was mich jetzt noch hält,
wenn um mich rum die Welt zerfällt,
wenn Kriege toben, Menschen flieh’n
und Schmerzen durch den Körper zieh’n?

Was mach ich, wenn die Freude fehlt,
Erschöpfung meinen Körper quält?
Wenn ständig die Gedanken kreisen,
die Hoffnung wie nen Keks verspeisen?

Was mach ich, wenn sich nichts bewegt,
die Zuversicht, wie weggefegt?
Wenn ich mich nicht verstanden fühl
und nachts unruhig das Bett zerwühl?

Der Eine hat nen guten Rat,
der Andre eine gute Tat.
Doch all das kann mich nicht mehr tragen,
ich wird‘ gequält von meinen Fragen.

Wo komm ich her, wo geh’ ich hin,
was ist in all dem noch der Sinn? 
Ich möchte keine Schlösser bauen,
will auch nicht mehr auf andre schauen.

Ich brauche etwas, das mich trägt,
in Liebe neu mein Leben prägt.
Das mich auch nicht im Schmerz verlässt
und Hoffnung in mir keimen lässt.
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„Ich sehe dich, mein liebes Kind,
die Zweifel, die tief in dir sind.
Ich seh die Hoffnungslosigkeit,
den Schmerz und die Zerrissenheit.

Das alles ist mir wohl bekannt,
siehst du die Narbe in der Hand?
Ich habe es ans Kreuz getragen,
will dich nach deinem Herzen fragen.

Mein Blick kann so viel weiter schauen,
willst du mir heute neu vertrauen?

Ich bitte dich an schweren Tagen,
den Blick einmal zurück zu wagen.
Wo hast du meine Macht gespürt,
wo habe ich dich treu geführt?

Ich werd‘ nicht von deiner Seite weichen
und schenke dir ganz kleine Zeichen.
Sie sollen dich daran erinnern,
wenn Nöte sich einmal verschlimmern.

Du darfst mir deine Lasten geben,
dich ganz in meine Liebe legen.“

Auch, wenn es noch nicht sichtbar ist,
der Vater nie sein Kind vergisst.
Er trägt es treu in seiner Hand,
stellt es gewiss auf weites Land!                                                                                                          aduk
 

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