Ich möchte die Gedanken fassen,
sie nicht nur einfach ziehen lassen.
mag hier die richt’gen Worten finden
und sie in gute Sätze binden.
Doch scheint es mir grad ziemlich schwer,
Gedanken kreuzen hin und her.
Da ist das graue Einerlei,
der Straßenlärm zieht schnell vorbei.
Auch Dreck und Müll ist noch zu seh’n
am Straßenrand die Pfützen steh’n.
Man muss gut achten wo man tritt
und sicher halten seinen Schritt.
Die Straßenkehrer ha’m zu tun
und können heute gar nicht ruh’n.
Sie müssen ihre Hände regen,
das Laub, den Müll zusammenfegen.
Am Himmel ist kaum blau zu finden,
die Wolken wollen nicht verschwinden.
Die Nässe kriecht in alle Ritzen
und überall sind kleine Pfützen.
Doch Plötzlich seh ich Himmelblau,
ein Spiegelbild – ich schau genau.
Die Weite die ich darin sehe,
berührt mich, kommt in meine Nähe!
Ich spür wie sich die Laune hebt,
mein Kopf sich hoch zum Himmel dreht.
Ich kann es kaum in Worte fassen
und muss es erst mal wirken lassen.
Was vorher noch so dunkel schien,
muss Plötzlich neuer Weite flieh’n.
Ich ahne Frühling, frische Luft,
ersehne Farben, Blütenduft.
Jetzt merke ich, ich bin bereit,
in mir da macht sich Hoffnung breit.
Weiß ich genau, der Winter geht
das Jahresrad sich weiter dreht.
Ich dreh mich einfach nochmal um,
genieße diese Spiegelung!
Sie hat mir heute viel gebracht,
was meine Seele dankbar macht.
Sie brachte Weite mir ins Herz,
vertrieb das Dunkel und den Schmerz
den diese Jahreszeit oft trägt
und die Gesichter deutlich prägt.
Sehr gerne lass ich mich beflügeln
will auch die Freude andren Spiegeln,
die mir die Pfütze hat gebracht,
dass meine Seele freundlich lacht!
aduk




